Kandidaten



Manfred Wiedemann71 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, 5 Enkel
Bergmann im Ruhestand

Knappenweg 5
59174 Kamen

SPD-Mitglied seit 1984

Politische Ämter:
1. stellv. Bürgermeister, Beisitzer OV Kamen-Mitte

Ehrenamt/Vereine:
IGBCE, SGV, Förderverein Jugendfeuerwehr, Gründungsmitglied Monopol 2000, Museumsverein

Hobbies:
Radfahren, Skilaufen, Skatspielen, Kultur

Zu meiner Person:

Wenn ich den Menschen in unserer Stadt begegne, muss ich ihnen in die Augen schauen können. Weil ich voll und ganz hinter allen politischen Entscheidungen stehe. Nicht nur als Politiker, sondern auch als Mensch. Das kann ich, auch wenn manche Entscheidung in 36 Jahren Politik für Kamen nicht immer ganz leicht waren. Prägend war mich der Arbeitskampf zum Erhalt der Zechen in unserer Region Kamen/Bergkamen. Mahnwachen, Kanalsperrung, Gleisbesetzungen. Emotionen auf allen Seiten. Es ging hier um die Zukunft unserer Familien, um tausende Jobs – es ging um die Zukunft unserer Stadt. Wir saßen mit Ministern an einem Tisch. Dabei ging es mir immer darum, für unserer Bergmänner und ihre Familien mit anständigen Mitteln anständige Politik zu machen. Oft genug auch beschwichtigend. Da muss man auch damit leben können, nicht alle Ziele erreicht zu haben.

Dabei führte mein Weg nicht sofort in die Politik. Alle in der Familie waren Bergleute. Mein Geburtshaus in der Zechensiedlung an der Germaniastraße in Westick steht noch heute. Alle waren Sozialdemokraten. Dass ich irgendwann auch Mitglied wurde, war eher pragmatisch begründet. Persönlichkeiten wie Brandt und Schmidt, aber später auch Matthiesen mit seinem Ausgleich von Ökonomie und Umwelt beeindruckten mich. Inzwischen hatte auch ich meinen beruflichen Weg von der Pike auf als Lehrling im Bergbau begonnen. Von Anfang an war ich in der Jugend- und Ausbildungsvertretung. Was nicht unbedingt freiwillig begann, machte schnell großen Spaß. Es folgte die Gewerkschaftsjugend. Für die IG Bergbau übernahm ich im Winter 1973/74 die Heimleitung in Miesbach Obb und im Sommer 1974 die Leitung ein Lengste bei Grömitz. Die Wahl in die Gesamtjugendvertretung der RAG erfolgte schon 1969 als die RAG gegründet wurde. Es folgte 1975 die Wahl in den Betriebsrat und 1989 zum Vorsitzenden von Monopol. Beim Zusammenschluss der Bergwerke Monopol und Haus Aden 1994 wurde ich zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt. Drei Jahre später wurde ich Personal- und Sozialdirektor auf dem Bergwerk Westfalen in Ahlen. Die Politik war irgendwann ein logischer Schritt.

Die Mitgliedschaft im Betriebsrat war immer ein Wahlamt und damit auf Vertrauen begründet – wie alle politischen Ämter. Ich musste mich immer an meinen Entscheidungen messen lassen. Dabei hilft die Familie, aber auch der Ausgleich beim Rad- und Skifahren oder Skatspielen. Ganz besonders dankbar bin ich meiner Frau, dich mich stets unterstützt und mir den Rücken freihält, besonders, als es in den 90er Jahren um den Erhalt von drei Tausend Arbeitsplätzen in unserer Region ging.

Ob Politik, Gewerkschaft oder Privatleben: Ich habe Erfahrungen gesammelt, die in der Lokalpolitik unbezahlbar sind. In der IGBCE-Ortsgruppe hatte ich vom Beisitzer bis zum Vorsitzenden jedes Amt inne – mit Ausnahme des Schatzmeisters. Die Motivation kommt bis heute von den Menschen, die für jede Minute investierte Zeit etwas zurückgeben. Aktiv mitzugestalten ist mir wichtig – dabei immer ehrlich und authentisch zu bleiben umso mehr. Ich will mich auch weiterhin den Situationen stellen und nach Lösungen suchen. Das ist längst in Fleisch und Blut übergangen.

Das ist gut für Kamen

Wirtschaft
Der Strukturwandel ist eine Daueraufgabe. Wir haben ihn bislang gut bewältigt und in Kamen viel geschafft: Neue und innovative Arbeitsplätze, Technopark, Gründerzentrum sind nur einige Punkte.

Lebensqualität
Wir haben alles was Jung und Alt für einen vielseitigen Freizeitausgleich brauchen – und mehr als das: von vielen Kilometern Radwegen, über den Sesekepark bis zu den renaturierten Flussgebieten. Das gilt es zu erhalten und Neues zu schaffen. Dazu gehört auch eine gute Basis für unsere Jugend und eine gute ärztliche Versorgung.

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